Lüneburger Kalkberg

Globetrotter

Mein Hausberg ist der 56,3 m ü. NN hohe Lüneburger Kalkberg. Alpinistisch gesehen bietet er wenig Herausforderung, da sein Gipfelplateau über einen gut angelegten Wanderweg schnell aus der Innenstadt heraus erreicht wird. An dem ehemaligen Steinbruch gibt es noch schroffe Steilwände, die sich sicherlich zum Klettern eignen würden, wenn der Kalkberg kein Naturschutzgebiet wäre.

Bis zum Februar 1371 wurde das Fürstentum Lüneburg-Braunschweig von der auf dem Kalkberg stehenden Burg aus regiert. Die Burg wurde während des Lüneburger Erbfolgekrieges zerstört. Auf dem Gipfel befinden sich noch die Überreste einer Kanone, die immer dann abgefeuert wurde, wenn Sträflinge aus dem Zuchthaus entflohen sind.

Auf dem Weg zum Gipfelplateau erinnert ein Obelisk an die 1663 für die herzoglichen Truppen errichtete Garnisonskriche, die 1783 wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste.

Der Lüneburger Kalkberg, 1932 zu einem der ersten Naturschutzgebiete Deutschlands ernannt, bildet mitten in der Lüneburger Innenstadt einen eigenen, inselartigen Naturraum, der von zahlreichen Tieren und Pflanzen bevölkert wird. Er besteht aus Gips und war ursprünglich etwa 80 m ü. NN hoch. Über Jahrhunderte wurde der Gips abgebaut, bis der Abbau 1923 aufgrund der Erschöpfung der Lagerstätte eingestellt wurde.

Tour zum Gipfel

Als Startpunkt der Tour bietet sich die in der Nähe des historischen Rathauses gelegene Schröderstraße an. Hier besteht die Möglichkeit, sich in einem der zahlreichen Cafés zu stärken, bevor der Gipfel des Kalkberg in einem ca. 15 minütigen Fußmarsch erreicht wird. Es geht in südlicher Richtung entlang der Schröderstraße und dann der Kuhstraße, bis diese auf die Grapengießerstraße stößt. Nach Rechts abgebogen wird nun der Grapengießerstraße gefolgt, an die sich am Ende die Straße Auf der Altstadt anschließt. Vorbei an der St.-Michaelis-Kirche wird die Straße Auf der Altstadt nun zur Görgesstraße, bis diese in den Schlöbckeweg mündet. Am Schlöbckeweg beginnt das Naturschutzgebiet Lüneburger Kalkberg. Der Gipfel des Lüneburger Kalkberg ist ausgeschildert. Vorbei am Obelisken werden einige Treppen erklommen und nach wenigen Minuten lässt sich der wunderbare Ausblick über Lüneburg genießen. An klaren Tagen reicht der Blick bis in die Elbauen.

Stand: 08.02.2015